Die Namen der Indianer

Spätestens seit Winnetou mit Old Shatterhand Blutsbrüderschaft schloss und die beiden gemeinsam durch die weite Prärie galoppierten, sind die Indianer auch in unserem Wohnzimmer angekommen. Apanatschi und Old Firehand waren von nun an  Namen die bei uns präsent waren. Viele haben bei jedem ihrer Abenteuer mitgefiebert.

Auch Sitting Bull, der legendäre Häuptling und Medizinmann der Hunkpapa-Lakota-Sioux ist heute  noch gegenwärtig. Er war ein wichtiger Anführer der Indianer während der letzten Freiheitsbewegung in der Zeit von 1866-1876,  als gegen die amerikanischen Siedler und Truppen vorgegangen wurde.

Doch indianische Namen wurden nicht einfach nur vergeben. Sie hatten immer eine besondere Bedeutung und oft etwas Faszinierendes und mystisches an sich. Ursprünglich hatten die Indianer sogar einen offiziellen Vor- und auch Nachnamen, damit die Besatzer sie damals besser verwalten konnten.

Indianer Namen sind auch nicht zwingend ein ganzes Leben lang gleich. Bei manchen Stämmen war es üblich, dass der Name eines Indianers nach dessen Tod nicht mehr ausgesprochen werden darf. Die Indianer nahmen quasi ihre Namen mit in das Reich der Toten. Es gab auch Stämme, bei denen ein Toter im Nachhinein mit einem anderen indianischen Namen angesprochen wurde.