Die Namen indianischer Babys
Bei ihrer Geburt erhalten Indianerbabys zuerst einen einfachen Kose- bzw. Rufnamen von ihrer Mutter. Erst mit dem Erwachsenwerden bekommen sie dann ihren eigenen richtigen Namen. In manchen Stämmen wird die Namensgebung so gehandhabt, dass die Kinder ihren Namen sogar selbst mitbestimmen dürfen.
Ein anderes Ritual bei der Bestimmung des Namens sieht vor, dass indianische Babynamen nach bestimmten Situationen vergeben werden, die bei der Geburt gerade vorherrschten. Wenn bei der Geburt eines Kindes ein Unwetter vorüberzog, so könnte dies der Grund für einen Namen sein wie beispielsweise “Lauter Donner”. War das erste Kind das in die Familie geboren wurde eine Tochter, so könnte Winona, dies bedeutet “erstgeborene Tochter” als Name vergeben worden sein.
Indianische Babynamen wurden oft auch aus der Namens- oder Tierwelt abgeleitet. So bedeutet Lomasi “Schöne Blume” und mit Sihu ist “Blume, Strauch” gemeint bei den Mädchennamen. Beispiele wie Kibbe “Nachtvogel” oder Wilu “schreiendes Falkenjunges” sind aus der Tierwelt entliehene Namen für Jungen.
Hier sind weitere Beispiele:
Mädchen
- Alameda (Baumwollhain)
- Algoma (Tal der Blumen)
- Aponi (Schmetterling)
- Chenoa (weiße Taube)
- Dyani (Reh)
- Mansi (gepflückte Blume)
- Nathanha (Kornblume)
- Shada (Pelikan)
- Yamka (knospende Blume)
- Yoki (Blauvogel)
Jungen
- Ahmik (Biber)
- Hoho (brummender Bär)
- Honon (Bär)
- Kono (einen Kern fressendes Eichhörnchen)
- Mingan (grauer Wolf)
- Nodin (Wind)
- Paco (Weißkopf-Seeadler)
- Tuketu (Staub aufwirbelnder Bär)
- Yana (Bär)
- Yotimo (Nektar sammelnde Biene)